THEATER & nedelmann
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Der Gutschein

Ehepaar Meier schenkt Ehepaar Müller einen Gutschein. Ehepaar Müller hat drei Möglichkeiten: sie lösen ihn ein oder verlegen ihn, oder sie verschenken ihn weiter. An Ehepaar Schulz. Jetzt hat das Ehepaar Schulz drei Möglichkeiten: sie lösen ihn ein oder verlegen ihn, oder sie verschenken ihn weiter. Aber von wem hatten sie eigentlich den Gutschein bekommen? Und Schulzens kennen auch Meiers, und er hat nächste Woche Geburtstag. So wandert ein Gutschein durch einen kleinen Ort am Randes des Rhein-Main-Gebiets. Oder sind es doch mehrere?

 

Ein Gutschein -  mal ein Schuss ins Schwarze, mal knapp daneben (ist eben auch daneben), mal die Rettung in höchster Not, mal die Erfüllung eines Herzenswunschs, mal mehr Verlegenheit als Geschenk, mal einfach ein guter Schein...

 

Aber natürlich steht nicht das Wesen oder Unwesen von Gutscheinen im Mittelpunkt des neuen Theaterstückes, sondern der Blick auf die Schenker und Beschenkten. Und der öffnet uns die Türen zu einem guten Dutzend Wohnungen und Häusern (und einem steckengebliebenen Aufzug). 

 

Wir alle wissen: die besten Geschichten schreibt immer noch das Leben. Und keine Sorge, das Leben ist weder müde noch unterversichert, hat auch keine Schreibblockade, aber wegen eines blöden Fahrradunfalls hat es im Moment beide Arme in Gips und kann nur erzählen. So saß das Leben einige Abende bei uns am Küchentisch und plauderte. Das eine und andere Glas wurde geleert, die Geschichten wurden immer lustiger, praller und gefühlvoller.

So lauschte der Autor dem Leben und schrieb mit. Herausgekommen sind wunderbar kraftvolle Szenen über junge und alte Liebe (nicht verrostet), verpasste und ergriffene Chancen,

äußerst komische Szenen über die Allerwelts-Missverständnisse   zwischen Mann und Frau und Eltern und Kindern und sehr berührende Szene über Vertrauen, Lebenshunger und Glück.  

 

 Witzig – zart – rasant

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