THEATER & nedelmann
THEATER & nedelmann

Spielen in Zeiten von Corona oder Das Hygienekonzept

Aus der „Corona-Kontakt- und Betriebsbeschränkungsverordnung“ vom 7. Mai 2020

 

Zusammenkünfte und Veranstaltungen sowie Kulturangebote wie Theater, Opern, Konzerte, Kinos und ähnliches (sind erlaubt), wenn

  1. ein Mindestabstand von 1,5 Metern zwischen Personen, ausgenommen zwischen Angehörigen eines Hausstandes, eingehalten wird, sofern keine Trennvorrichtungen vorhanden sind.
  2. keine Gegenstände zwischen Personen, die nicht einem gemeinsamen Hausstand angehören, entgegengenommen und anschließend weitergereicht werden,
  3. geeignete Hygienekonzepte entsprechend den Empfehlungen des Robert Koch-Instituts zur Hygiene, Steuerung des Zutritts und der Vermeidung von Warteschlangen getroffen und umgesetzt werden und
  4. Aushänge zu den erforderlichen Abstands- und Hygienemaßnahmen gut sichtbar angebracht sind,
  5. die Teilnehmerzahl 100 nicht übersteigt…
  6. maximal eine Person je angefangener für den Publikumsverkehr zugänglicher Grundfläche von 5 Quadratmetern, sofern Sitzplätze eingenommen werden… und
  7. eine Teilnehmerliste, die Name, Anschrift und Telefonnummer enthält, zur Ermöglichung der Nachverfolgung von Infektionen unter Beachtung der datenschutzrechtlichen Bestimmungen geführt wird…

 

Die Empfehlungen des Robert Koch-Instituts zur Hygiene sind bei jeglichen Zusammentreffen zu beachten. In Situationen, in denen Maßnahmen der physischen Distanzierung nur schwer eingehalten werden können, wird das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung dringend empfohlen.

 

 

 

Hygienekonzept von THEATER & nedelmann

Stand 8.5.2020

 

Grundsätzliches

  1. Bei der Kartenvorbestellung werden a) die Namen und die Adressen der Besucher erfasst und b) die Frage geklärt, ob sie einen oder mehrere Hausstände bilden. Entsprechend werden die Stühle gestellt.
  2. Die Vorstellungen drinnen und draußen werden mit erheblich weniger Zuschauern durchgeführt als normal. Wir haben bei der Berechnung sowohl die Quadratmeter beachtet (pro Person 5 qm) als auch den Mindestabstand (1,50 m zwischen den Personen fremder Hausstände oder Trennwände). Dadurch ergibt sich eine maximale Zuschauerzahl von 19 für Vorstellungen im Wohnzimmer und 23 für Vorstellungen im Hof.
  3. Toiletten:
    1. Die Toiletten werden zwischen den Vorstellungen gereinigt und desinfiziert.
    2. Die Toiletten werden regelmäßig kontrolliert.
    3. Desinfektionsspray ist vorhanden.

 

Was passiert, wenn wir im Wohnzimmer spielen?

  1. Zuschauer warten vor dem Theater: bei maximal 19 Zuschauern gibt es ausreichend Platz, um sich aus dem Weg zu gehen. Die Benutzung von Masken wird dringend empfohlen. (Der Kauf von Einwegmasken ist möglich.)
  2. Zuschauer kaufen Karten: der Verkauf findet im Treppenhaus statt. Der Kartenverkäufer trägt Maske und Visier. Ein Kartenlesegerät ist vorhanden, es kann aber auch bar bezahlt werden.
  3. Zuschauer setzen sich. Der Gebrauch von Masken wird weiter empfohlen, ist aber nicht vorgeschrieben. (Zwischen Zuschauern und Schauspieler sind ebenfalls mindestens 1,50 Meter Abstand, meistens mehr als 2,50 Meter. Die Schauspieler tragen keine Maske.)
  4. Zuschauer verlassen nach der Vorstellung das Theater: siehe Punkt 4.

 

Was passiert, wenn wir im Hof vor dem Theater spielen?

  1. Zuschauer warten vor dem Theater und suchen sich zum Teil schon ihre Plätze: bei maximal 23 Zuschauern gibt es ausreichend Platz, um sich aus dem Weg zu gehen. Die Benutzung von Masken wird dringend empfohlen. (Der Kauf von Einwegmasken ist möglich.)
  2. Kissen und Decken müssen mitgebracht werden.
  3. Zuschauer kaufen Karten: der Kartenverkäufer trägt Maske und Visier. Ein Kartenlesegerät ist vorhanden, es kann aber auch bar bezahlt werden.
  4. Zuschauer setzen sich. Der Gebrauch von Masken wird weiter empfohlen, ist aber nicht vorgeschrieben. (Zwischen Zuschauern und Schauspieler sind ebenfalls mindestens 2,00 Meter Abstand, meistens mehr als 4,00 Meter. Die Schauspieler tragen keine Maske.)
  5. Zuschauer verlassen nach der Vorstellung den Hof: siehe Punkt 9.

 

 

Liebe Wohnzimmertheaterfreunde!

 

Es geht wieder los. Auch wir brauchen eine gewisse Zeit, um das Theater „hochzufahren“, aber am 5. Juni soll der nicht vorhandene Vorhang wieder hochgehen.

Als wir das Theater Mitte März schließen mussten, hielten wir eine sechswöchige Spielpause für großzügig gedacht. Das hatte sich schnell erledigt. Zwischendrin bangten wir, ob wir in diesem Jahr überhaupt noch auf die Bühne dürfen.

Es dauerte, bis wir uns aus einer gewissen Schockstarre herausgearbeitet hatten. Danach waren wir alles andere als inaktiv. Friederike renovierte sich durchs Theater und übte das Geigenspiel, Oliver beschäftigte sich mit Zahlenwerken diverser Art: von der Steuererklärung (erfolgreich) bis zu Corona-Hilfen (mäßig erfolgreich). Und nebenbei arbeitete er an einem Kinderbuch. Für die eigentliche Arbeit (kreative Konzepte, Schreiben von Theaterstücken o.ä.) fehlte die Konzentration, die Muse, was auch immer – ihm ging es da wie fast allen Kollegen.

Dass die Theater plötzlich mehr oder weniger von einem auf den anderen Tag wieder öffnen dürfen, hat uns sehr überrascht. Wir hatten auf einen Spielbeginn Anfang Juli gehofft. Als die Ministerpräsidenten anfingen, sich bei den Lockerungen zu überbieten, dachten wir schon, dass es auch schon ein paar Tage früher soweit sein kann, mit dem Maitermin hat niemand gerechnet.

Auch das löste am Verkündungstag erst einmal eine Schockstarre aus; wir dockten beide bei den Ohnmachtsgefühlen Mitte März an. Die tiefe Verunsicherung schlug sich noch einmal Bahn.

Aber wir haben –wie sich das als „Soloselbständigenduo“ gehört- am Tag darauf den Schalter umgelegt, und sind tätig geworden.

Ein ungefähres Hygienekonzept hatten wir tatsächlich schon erarbeitet, jetzt haben wir es auf die aktuellen Vorgaben abgestimmt.

Wir haben den Spielplan neu gemacht, jetzt muss er gedruckt, verteilt und verschickt werden. Und schließlich müssen wir die Stücke, die wir spielen werden, nach der längeren Pause wiederaufnehmen. Und dann kann es wirklich losgehen.

Einen großen Vorteil haben wir zu den allermeisten Kollegen an anderen Theatern: da wir einen Hausstand bilden, dürfen wir in direkten Kontakt treten, wir können also Liebesszenen spielen (kommt vor) und Nahkämpfe veranstalten (eher selten).

So haben wir auch nach der Theaterschließung weitergearbeitet und pünktlich zum eigentlichen Premierentermin Anfang April „Die Zweigroschenoper“ auf unserer Wohnzimmerbühne gespielt – ohne Publikum (stimmt nicht ganz; per Videochat waren uns zwei Zuschauer aus Vlotho / Ostwestfalen zugeschaltet; es hat ihnen sehr gefallen, man hörte immer wieder das Tablet kichern und lachen).

Danach haben wir die große Theatermottenkiste aufgemacht und das Stück hineingelegt. Jetzt singen wir brav einmal pro Woche, damit wir nicht ganz aus der Übung kommen, und im August werden wir das schöne Stück aus der Kiste holen, und Anfang September kommt dann –hoffentlich, hoffentlich, hoffentlich!!!- die richtige Premiere.

Das Loch in der Kasse ist groß und wird im Laufe der Monate noch größer, selbst wenn jede Vorstellung ausverkauft wäre, weil die Anzahl der Plätze radikal reduzieren müssen – drinnen und draußen. Auf unserer Homepage sind ein paar Möglichkeiten skizziert, wie Sie uns unterstützen können, z.B.  mit unserer Aktion „Spielen in fremden Gärten“.

Am meisten helfen Sie uns, wenn Sie wieder ganz "normal" Karten vorbestellen. Wir melden uns sofort bei Ihnen, wenn erneut etwas passieren sollte…

 

Bis hoffentlich ganz bald!

 

 

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